Frau Bleibtreu ist keine Sportskanone. Eigentlich wollte sie nie an einem
Wettkampf teilnehmen. Irgendwann fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Ich
befinde mich ja mitten in einem Kampf und das mit ganz unterschiedlichen
Disziplinen. Mein Leben als Christ ist einem Marathonlauf zu vergleichen. Es
geht dabei ums durchhalten.
Frau Bleibtreu ist müde, müde von ihrem Alltag. Zu viele Hindernisse liegen
auf ihrer Strecke, dass sie sich manchmal fragt, was Gott noch mit ihrem Leben
zu tun hat. Die Sorgen ziehen sie förmlich an und beschweren sie noch zusätzlich.
Sie sieht sich in dem Bild eines Läufers, der im Stadion Runde um Runde läuft
und dabei einen dicken Rucksack Sorgen auf dem Rücken trägt. Jemand ruft ihr
zu: „Wirf ab, wirf ab. Es ist zu schwer!“ Sie weiß, dass es die Stimme Gottes
ist. Sie soll nicht die Last von gestern, heute und morgen tragen. Das schafft
keiner. Sie legt das Sorgenpaket ab und spürt, dass es ihr leichter wird. Ja, Gott
wird für sie sorgen. Sie darf alle Anliegen auf ihn werfen. Sie läuft ihre
Runden weiter. Da klingt es in ihr: „Kümmert Gott sich wirklich um meine
Angelegenheiten? Was bringt es denn, wenn du ihm vertraust?“ Frau Bleibtreu
ist irritiert. Sie erlebt nicht mehr, was sie glaubt. Gott hat sich in
Schweigen gehüllt. Sie ist unsicher. Sehr langsam geht sie weiter. Sie weiß
nicht, ob sie diesen Marathon schaffen wird.
Da taucht ein anderer Läufer auf. Er ist außer Atem. Er ruft ihr zu:
„Sorgen abwerfen, aber nicht dass Vertrauen. Der Teufel beschießt dich.
Halte durch!“
Da fällt Frau Bleibtreu etwas auf: Sie wird beschossen aus dem Reich der
Finsternis. Das ist das eigentliche Problem. Sie soll mürbe gemacht werden.
Als sie das erkennt sagt sie nur: „Danke, Gott. Schütze mich vor diesen
Angriffen und lehre mich meine Sorgen auf dich zu werfen, aber mein Vertrauen
nicht wegzuwerfen!“
Dann geht sie weiter. Sie ist froh, dass sie auf das richtige Werfen aufmerksam
gemacht wurde.
„Alle eure Sorgen werfet auf ihn; denn er sorgt für euch!“ 1. Petrus 5,7
„Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat!“
Hebräer 10,35